„Wir wol­len bei Google auf die ers­te Seite!“

ein häu­fi­ger Kun­den­wunsch, der künf­tig mög­li­cher­wei­se leich­ter zu errei­chen ist als jetzt. Aber das liegt weni­ger an der eigent­li­chen Schwie­rig­keit, weit oben in den Ergeb­nis­lis­ten der Such­ma­schi­ne zu erschei­nen. Viel­mehr gibt es eine tech­ni­sche Revo­lu­ti­on — die auch für Dienst­leis­ter und Hand­wer­ker durch­aus inter­es­san­te Schluss­fol­ge­run­gen zulässt.

Was steckt hin­ter der “mobi­len” Inde­xie­rung bei Google?

Google expe­ri­men­tiert stän­dig mit der Dar­stel­lung der Such­ergeb­nis­se. Ganz frü­her war es so, dass man zu einer bestimm­ten Such­an­fra­ge, wie z.B. „Schlüs­sel­dienst Mün­chen“, eine Sei­te mit zehn Ergeb­nis­sen erhal­ten hat und anschlie­ßend wei­te­re Links zu Sei­te 2, 3,4 und so wei­ter folg­ten, um die Ergeb­nis­se Num­mer 11–20, 21–30, 31–40, und so wei­ter zu betrach­ten. Bekannt ist, dass die obe­ren Plät­ze auf Sei­te 1 beson­ders wert­voll sind und die Zahl der Per­so­nen, wel­che auf wei­te­re Sei­ten bli­cken, gerin­ger wird.

Durch zahl­rei­che tech­ni­sche Inno­va­tio­nen und auch Akqui­si­tio­nen sei­tens Goo­g­les konn­ten schon in der Ver­gan­gen­heit immer kom­ple­xe­re Such­an­fra­gen beant­wor­tet wer­den. Dies geschieht neben den klas­si­schen Such­ergeb­nis­sen auch häu­fig über sog. „Know­ledge Graph Inte­gra­tio­nen“ , ger­ne auch „Info Panels“ genannt. Die­se Info-Panels rei­chern die klas­si­schen Such­ergeb­nis­se mit span­nen­den Wis­sens­kar­ten an – bei­spiels­wei­se kön­nen das Sport Ergeb­nis­se in Form einer Zeit­li­nie des Spiel­ver­laufs oder auch eine Kar­ten­an­sicht sein.

Grund­vor­aus­set­zung ist, dass die­se sche­ma­ti­sche Dar­stel­lung dem Suchen­den mehr nützt als ein klas­si­sches Such­ergeb­nis. In jedem Fall rei­chern die­se Kar­ten die Such­lis­ten an, so dass sich die Sei­te 1 in den ver­gan­ge­nen Jah­ren deut­lich ver­än­dert hat.

NEU — Es gibt kei­ne Sei­te 1 mehr bei Google!

Genau hier setzt das neu­es­te Expe­ri­ment von Google an. Die klas­si­sche Sei­te 1 soll sich grund­le­gend ver­än­dern. Statt der bekann­ten Links zu Sei­te 2, Sei­te 3, usw. wer­den nach den ers­ten zehn Ergeb­nis­sen schlicht die nächs­ten zehn unten dran gehef­tet. Anschlie­ßend die nächs­ten zehn. Dies führt zu einer Art unend­li­chen Scrol­lens, wes­we­gen Google dies auch „Infi­ni­te Scrol­ling“ bezeichnet.

Damit gleicht Google das Benut­zen der Suche einem typi­schen Ver­hal­ten an, das wir schon vom Smart­pho­ne ken­nen. Dort ist es in vie­len Apps üblich, dass Bei­trä­ge dyna­misch nach­ge­la­den wer­den, sobald man mit dem Anschau­en ganz unten ange­kom­men ist, z.B. wei­te­re Bil­der in Insta­gram oder wei­te­re Mel­dun­gen auf Twitter.

Was bedeu­tet das für Sie als Website-Betreiber?

Zusam­men­fas­send ändert sich alles und nichts zugleich. Wir sehen gespannt in eine Zukunft, in wel­cher Desk­top-Gerä­te als eine Form des Recher­che­ge­räts ver­stan­den wer­den – neben den Smart­pho­nes. Dass die Anzei­ge auf gro­ßen Bild­schir­men sich dem Nut­zer­ver­hal­ten, dass die meis­ten Suchen­den sowie­so schon ken­nen, angleicht, ist nur folgerichtig.

Es wird also bald kei­nen gro­ßen Unter­schied mehr machen, ob man auf Sei­te zwei oder drei oder vier gelis­tet wird, da die­se mit wenig Auf­wand zu errei­chen sind. Hier ändert sich also vieles.

Zugleich ändert sich nichts: wer in der Google Suche nicht auf Sei­te 1 steht (künf­tig also: ganz oben auf Sei­te 1 steht), wird kaum gefun­den, kaum gese­hen und somit kaum Besu­cher erhal­ten. Mehr Umsatz durch Online­mar­ke­ting funk­tio­niert gut mit mehr Besu­chern. Web­sites müs­sen daher Mehr­wer­te für die Suchen­den lie­fern, ansons­ten ver­schwin­den sie auf den hin­te­ren Sei­ten bei Google… das müs­sen wir künf­tig nen­nen: „…ver­schwin­den hin­ter das drit­te oder vier­te Wischen auf Sei­te 1“.

Künf­tig wol­len unse­re Kun­den also nicht mehr „auf Sei­te 1 ste­hen“, denn das tun künf­tig alle Web­sites. Sie wol­len ganz oben unter den ers­ten Tref­fern der Ergeb­nis­lis­ten ste­hen. Wenn Sie wis­sen möch­ten, wo Sie bei Ihren wich­tigs­ten Such­be­grif­fen gera­de ste­hen und wel­che Stell­schrau­ben zu dre­hen sind, um Ihre Web­site hier wei­ter vor­ne zu lis­ten, dann fra­gen Sie jetzt unse­ren Google Check an.