„Wir wol­len bei Google auf die ers­te Seite!“

… ein häu­fi­ger Kun­den­wunsch. Und einer, den wir gut ver­ste­hen kön­nen: Wer eine Web­site betreibt, möch­te schließ­lich gefun­den wer­den. Aber was, wenn Google die ver­trau­te „Sei­te 1“ ver­än­dert? Wird der Wunsch damit plötz­lich leich­ter zu erfül­len — oder müs­sen wir genau­er hin­schau­en, was unse­re Kun­den damit eigent­lich meinen?

Genau die­se Fra­ge mach­te Goo­gles dama­li­ge Ankün­di­gung so inter­es­sant. Die Such­ma­schi­ne woll­te wei­te­re Ergeb­nis­se auto­ma­tisch nach­la­den. Eine Ände­rung an der Ober­flä­che, die auch für Dienst­leis­ter und Hand­wer­ker eine span­nen­de Fra­ge auf­warf: Was bringt uns das für unse­re eige­ne Website?

Ein Blick zurück: Der Bei­trag greift Goo­gles Ankün­di­gung vom Okto­ber 2021 auf. Die dama­li­ge Ände­rung der Such­ober­flä­che wird hier ein­ge­ord­net; sie beschreibt nicht die heu­ti­ge Dar­stel­lung jeder Google-Suche.

Was war neu an der Dar­stel­lung der Suchergebnisse?

Viel­leicht erin­nern Sie sich noch an das ver­trau­te Bild: Man such­te etwa nach „Schlüs­sel­dienst Mün­chen“, erhielt eine Lis­te von Tref­fern und klick­te anschlie­ßend auf Sei­te 2, 3 oder 4, um wei­te­re Ergeb­nis­se zu sehen. Die ers­te Sei­te war damit nicht nur eine Posi­ti­on in einer Lis­te, son­dern eine sicht­ba­re Gren­ze. Wer dahin­ter stand, war erst nach einem wei­te­ren Klick zu erreichen.

Genau an die­sem Über­gang setz­te die dama­li­ge Neue­rung an. Google kün­dig­te am 14. Okto­ber 2021 an, bei vie­len eng­lisch­spra­chi­gen mobi­len Such­an­fra­gen in den USA wei­te­re Ergeb­nis­se auto­ma­tisch nach­zu­la­den. Am Ende der Tref­fer­lis­te soll­te es also unmit­tel­bar wei­ter­ge­hen, ohne zuerst die nächs­te Sei­te aufzurufen.

Das Ver­hal­ten ken­nen wir aus vie­len Smart­phone-Apps: Man scrollt nach unten, und wei­te­re Bei­trä­ge erschei­nen. Google nann­te die dama­li­ge Neue­rung „Con­ti­nuous Scrol­ling“. Ganz end­los war das aller­dings nicht — nach meh­re­ren Ergeb­nis­sei­ten gab es wei­ter­hin eine Schalt­flä­che, um wei­te­re Tref­fer anzuzeigen.

Kei­ne Sei­te 1 mehr — oder nur eine ande­re Grenze?

Für eine zuge­spitz­te Über­schrift war die Idee natür­lich ver­lo­ckend: Wenn immer neue Tref­fer unter die bis­he­ri­gen rut­schen, ste­hen dann plötz­lich alle auf Sei­te 1? So ein­fach war es nicht. Die Rei­hen­fol­ge der Ergeb­nis­se ver­schwand durch das Nach­la­den schließ­lich nicht. Aus einem wei­ter hin­ten gelis­te­ten Tref­fer wur­de dadurch kein Spitzenplatz.

Die inter­es­san­te Ver­än­de­rung lag im Weg dort­hin. Statt auf die nächs­te Sei­te zu kli­cken, konn­ten Suchen­de wei­ter­scrol­len. Für einen Tref­fer wei­ter unten konn­te das eine ande­re Gele­gen­heit schaf­fen, über­haupt gese­hen zu wer­den. Eine auto­ma­ti­sche Garan­tie für mehr Besu­cher oder mehr Anfra­gen war es nicht.

Und damit war auch die dama­li­ge Poin­te vom „drit­ten oder vier­ten Wischen auf Sei­te 1“ vor allem eines: ein anschau­li­ches Bild. Es mach­te deut­lich, dass sich die Gren­ze auf dem Bild­schirm ver­schie­ben konn­te, wäh­rend die Fra­ge nach der Sicht­bar­keit blieb.

Und was hat das mit Mobi­le-first-Inde­xie­rung zu tun?

Hier müs­sen wir zwei Din­ge aus­ein­an­der­hal­ten, die in unse­rer ers­ten Fas­sung durch­ein­an­der­ge­ra­ten waren. Das Nach­la­den betraf die Dar­stel­lung der Such­ergeb­nis­se. Mobi­le-first-Inde­xie­rung beschreibt dage­gen, dass Google die mobi­le Inhalts­ver­si­on einer Web­site für Inde­xie­rung und Ran­king ver­wen­det. Das eine ist die Tref­fer­lis­te, die Ihre Kun­den sehen; das ande­re betrifft die Web­site, die Google dafür auswertet.

Was bedeu­tet das für Sie als Website-Betreiber?

An der Bedie­nung konn­te sich also etwas ändern. Der Wunsch dahin­ter blieb: Ihre Web­site soll dort auf­tau­chen, wo Men­schen nach Ihrem Ange­bot suchen — und beim Besuch die pas­sen­den Ant­wor­ten lie­fern. Ein Klick hilft Ihnen schließ­lich wenig, wenn der Besu­cher anschlie­ßend nicht ver­steht, ob Sie sein Pro­blem lösen können.

Des­halb lohnt es sich, die Fra­ge nach „Sei­te 1“ wei­ter­zu­den­ken. Bei wel­chen Such­be­grif­fen möch­ten Sie gefun­den wer­den? Kom­men damit die Men­schen, für die Ihr Ange­bot gedacht ist? Und fin­den die­se auf Ihrer Web­site einen ver­ständ­li­chen nächs­ten Schritt, etwa eine Anfra­ge oder ein Gespräch?

So wird aus dem Plat­zie­rungs­wunsch eine Auf­ga­be, an der wir gemein­sam arbei­ten kön­nen. Die Search Con­so­le hilft bei der Fra­ge, für wel­che Such­an­fra­gen Ihre Sei­ten erschei­nen und ange­klickt wer­den. Ob dar­aus pas­sen­de Anfra­gen ent­ste­hen, muss anschlie­ßend mit einer geeig­ne­ten Mes­sung und dem Blick auf die tat­säch­li­chen Kon­tak­te beur­teilt werden.

„Wir wol­len bei Google auf die ers­te Sei­te!“ bleibt damit ein guter Gesprächs­ein­stieg. Im Gespräch wird dar­aus ein genaue­res Ziel: Wir möch­ten von den rich­ti­gen Men­schen gefun­den wer­den. Wenn Sie wis­sen möch­ten, wo Sie bei Ihren wich­tigs­ten Such­be­grif­fen gera­de ste­hen und wel­che Stell­schrau­ben zu dre­hen sind, dann fra­gen Sie unse­ren kos­ten­lo­sen Web­site-Check an.