Für eine zugespitzte Überschrift war die Idee natürlich verlockend: Wenn immer neue Treffer unter die bisherigen rutschen, stehen dann plötzlich alle auf Seite 1? So einfach war es nicht. Die Reihenfolge der Ergebnisse verschwand durch das Nachladen schließlich nicht. Aus einem weiter hinten gelisteten Treffer wurde dadurch kein Spitzenplatz.
Die interessante Veränderung lag im Weg dorthin. Statt auf die nächste Seite zu klicken, konnten Suchende weiterscrollen. Für einen Treffer weiter unten konnte das eine andere Gelegenheit schaffen, überhaupt gesehen zu werden. Eine automatische Garantie für mehr Besucher oder mehr Anfragen war es nicht.
Und damit war auch die damalige Pointe vom „dritten oder vierten Wischen auf Seite 1“ vor allem eines: ein anschauliches Bild. Es machte deutlich, dass sich die Grenze auf dem Bildschirm verschieben konnte, während die Frage nach der Sichtbarkeit blieb.
Und was hat das mit Mobile-first-Indexierung zu tun?
Hier müssen wir zwei Dinge auseinanderhalten, die in unserer ersten Fassung durcheinandergeraten waren. Das Nachladen betraf die Darstellung der Suchergebnisse. Mobile-first-Indexierung beschreibt dagegen, dass Google die mobile Inhaltsversion einer Website für Indexierung und Ranking verwendet. Das eine ist die Trefferliste, die Ihre Kunden sehen; das andere betrifft die Website, die Google dafür auswertet.