Talk to your Data, Teil 1: Unter­neh­mens­wis­sen mit KI erschließen

Staf­fel 2 · Fol­ge 15 · Ori­gi­nal­fol­ge: 19. Feb. 2025 · 31:28 Minuten

Exe­cu­ti­ve Summary

Unter­neh­mens­wis­sen ist oft vor­han­den – und im ent­schei­den­den Moment trotz­dem schwer erreich­bar. In die­ser Son­der­fol­ge spre­che ich mit Robert J. Schier­mei­er von ValueM­i­ner dar­über, wie Infor­ma­tio­nen, Zusam­men­hän­ge und Zugriffs­rech­te zusam­men­fin­den kön­nen. Wir beschäf­ti­gen uns mit RAG, Wis­sens­gra­phen und der Fra­ge, wie Wis­sen im Unter­neh­men bleibt, wenn Men­schen gehen. Der Arti­kel beglei­tet den ers­ten Teil unse­res Gesprächs vom Febru­ar 2025.

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Das Wis­sen ist da. Aber wo ist die Antwort?

Ein Bericht hier, ein Pro­jekt­ord­ner dort, dazu Erfah­run­gen, die nie­mand voll­stän­dig auf­ge­schrie­ben hat: Vie­le Unter­neh­men besit­zen mehr Wis­sen, als sie im All­tag nut­zen kön­nen. Wie lässt sich dar­aus eine brauch­ba­re Ant­wort gewin­nen? Und was pas­siert, wenn die Per­son, die den Zusam­men­hang kennt, das Unter­neh­men verlässt?

Für die­se Son­der­fol­ge habe ich Robert J. Schier­mei­er zu Gast. Mit ihm spre­che ich über ValueM­i­ner und die Arbeit mit Unter­neh­mens­wis­sen. Mich inter­es­siert, wie aus gesam­mel­ten Infor­ma­tio­nen etwas wird, womit Men­schen tat­säch­lich arbei­ten können.

RAG: Ant­wor­ten brau­chen eine Grundlage

Ab Minu­te 7 klä­ren wir die Begrif­fe Low-Code und Retrie­val Aug­men­ted Gene­ra­ti­on, kurz RAG. Bei RAG wer­den für eine Anfra­ge pas­sen­de Infor­ma­tio­nen aus einem ange­bun­de­nen Bestand gesucht und dem Sprach­mo­dell als Kon­text bereit­ge­stellt. Damit lässt sich eine Ant­wort stär­ker an den eige­nen Quel­len ausrichten.

Das beant­wor­tet noch nicht die Fra­ge nach ihrer Qua­li­tät. Wel­che Doku­men­te wur­den gefun­den? Sind sie aktu­ell? Gehö­ren sie über­haupt zur gestell­ten Fra­ge? Gera­de bei Unter­neh­mens­wis­sen ist die Aus­wahl der Grund­la­ge ein Teil der eigent­li­chen Arbeit.

Von Doku­men­ten zu Zusammenhängen

Spä­ter spre­chen wir über Wis­sens­gra­phen. Ein ein­zel­nes Doku­ment kann erklä­ren, was in einem Pro­jekt pas­siert ist. Für die nächs­te Ent­schei­dung brau­che ich viel­leicht zusätz­lich den Zusam­men­hang mit Zustän­dig­kei­ten, Abhän­gig­kei­ten oder ande­ren Projekten.

Im Gespräch taucht dafür das Bild von »Bum­merln und Stri­cherln« auf. Es hilft, über Kno­ten und Bezie­hun­gen zu spre­chen, ohne die Erklä­rung hin­ter Fach­be­grif­fen zu ver­ste­cken. Ent­schei­dend bleibt das pas­sen­de Abs­trak­ti­ons­ni­veau: Wel­che Ver­bin­dung hilft bei einer kon­kre­ten Fra­ge, und wel­che macht die Dar­stel­lung nur voller?

Wis­sen nutz­bar machen, ohne es wahl­los zu öffnen

Ab Minu­te 13 steht eine zen­tra­le Fra­ge im Raum: Wie grei­fe ich auf das Wis­sen im Unter­neh­men zu, ohne die Kon­trol­le dar­über zu ver­lie­ren? Gegen Ende schau­en wir auf die Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tur und das Zugriffsmanagement.

Eine Such­funk­ti­on darf nicht dadurch beque­mer wer­den, dass sie Infor­ma­tio­nen an Men­schen aus­gibt, die sie bis­her nicht sehen durf­ten. Die Berech­ti­gun­gen gehö­ren in die Gestal­tung des Zugriffs. Wie das in einer kon­kre­ten Instal­la­ti­on gelöst ist, muss geprüft wer­den; ein all­ge­mei­nes KI-Ver­spre­chen genügt dafür nicht.

Heu­ti­ger Pra­xis­be­zug: Wo Nova ansetzt

Die Fol­ge wur­de am 19. Febru­ar 2025 ver­öf­fent­licht. Für unse­re heu­ti­ge Arbeit mit Nova sind ihre Fra­gen wei­ter­hin rele­vant: Wel­che Quel­len gehö­ren in den Wis­sens­be­stand? Wer hält sie aktu­ell? Wer darf wel­che Ant­wor­ten erhalten?

Die im Pod­cast bespro­che­ne ValueM­i­ner-Platt­form und Nova sind eigen­stän­di­ge Ange­bo­te. Aus dem Inter­view folgt kei­ne tech­ni­sche Gleich­heit oder Ver­bin­dung. Was wir über­tra­gen kön­nen, sind die Fra­gen, mit denen eine ver­nünf­ti­ge Ein­füh­rung beginnt.

Und was soll­te eine KI wis­sen dürfen?

Wenn Ihr an Euer Unter­neh­men denkt: Wel­ches Wis­sen wird immer wie­der gesucht – und wel­ches muss inner­halb eines bestimm­ten Teams blei­ben? Die­se bei­den Fra­gen gehö­ren für mich an den Anfang. Im zwei­ten Teil des Gesprächs gehen wir näher auf aktu­el­le Daten, Auf­ga­ben und Ver­ant­wor­tung ein.

Kapi­tel der Originalfolge

Die Zeit­mar­ken stam­men aus den ver­öf­fent­lich­ten Episodenbeschreibungen.

  • 00:00 – Intro: Will­kom­men zur Son­der­fol­ge „Talk to your data!“
  • 01:52 – Vor­stel­lung Robert J. Schier­mei­er: Wer er ist und was er bei ValueM­i­ner macht.
  • 05:30 – The­ma­ti­scher Ein­stieg: Was macht die ValueM­i­ner Platt­form, und wie unter­stützt sie das Wissensmanagement
  • 07:00 – Begriffs­klä­rung: Was sind Low-Code und Retrie­val Aug­men­ted Gene­ra­ti­on (RAG)?
  • 08:42 – Was ist spe­zi­ell der RAG-Anteil?
  • 10:45 – Daten in Berich­ten und Recher­chen, die ein Mensch nie recher­chie­ren könn­te. Wie funk­tio­niert das?
  • 13:00 – Wie stel­le ich sicher, dass ich auf das Wis­sen im Unter­neh­men Zugriff habe, aber eine AI nicht das Wis­sen abzockt?
  • 21:10 – Von Bum­merln und Stri­cherln: Was bedeu­ten Know­ledge-Gra­phen im Kon­text Unter­neh­mens­wis­sen? Wel­ches Abs­traks­ti­ons­ni­veau ist rich­tig dimensioniert?
  • 23:30 – Wis­sens­ma­nage­ment ist wie DNA. Wie aus Zeit eine Super­kraft wurde.
  • 26:40 – Ein Top Down Blick auf die Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tur. Mit Zugriffs­ma­nage­ment auf die jewei­li­gen Res­sour­cen. Zugriffs­rech­te wer­den berücksichtigt.
  • 29:52 – Wo legen wir mit KI-Sys­te­men los? Chat­bots als ers­ter Ein­satz­zweck. Dies ist das Ende der Son­der­fol­ge 1 von 2 mit Robert J. Schiermeier. 🔗

Wei­ter­le­sen

Professor Doktor Alexander Lutz

Autor

Prof. Dr. Alex­an­der Lutz, Pro­fes­sor für Big Data und KI an der FOM Mün­chen, Dok­tor der Human­ge­ne­tik und Anthro­po­lo­gie, ehe­ma­li­ger Online­spie­le-Desi­gner und natür­lich Grün­der und Inha­ber der Agen­tur Die NEOs. Neben den The­men der künst­li­chen Intel­li­genz und deren Ein­satz­mög­lich­kei­ten in der Pra­xis kon­zen­triert sich Alex­an­der auf die Kun­den­kom­mu­ni­ka­ti­on. Neue Pro­blem­fel­der oder tech­ni­sche Inno­va­tio­nen berei­tet er so auf, dass der Nut­zen für unse­re Kun­den deut­lich wird. Er schläft zeit­ver­ant­wort­lich und agiert schnell, sein Mot­to: »Tue es, oder tue es nicht. Es gibt kein Ver­su­chen.«