Talk to your Data, Teil 2: Zugriffs­rech­te, aktu­el­le Daten und Verantwortung

Staf­fel 2 · Fol­ge 16 · Ori­gi­nal­fol­ge: 26. Feb. 2025 · 28:15 Minuten

Exe­cu­ti­ve Summary

Eine Ant­wort kann gut for­mu­liert sein und trotz­dem auf einem alten Stand beru­hen. Im zwei­ten Teil mei­nes Gesprächs mit Robert J. Schier­mei­er geht es des­halb um aktu­el­le Daten, nach­voll­zieh­ba­re Zusam­men­hän­ge und die Ver­ant­wor­tung bei KI-gestütz­ten Auf­ga­ben. Wir fra­gen, wie Rol­len und Zugriffs­rech­te berück­sich­tigt wer­den und was die Über­ga­be an einen Assis­ten­ten von der Über­ga­be an einen Men­schen unter­schei­det. Die Fol­ge vom Febru­ar 2025 bil­det den Ausgangspunkt.

Logo des Podcasts digital meets reality; zweiter Teil des Gesprächs mit Robert J. Schiermeier

Ein hüb­scher Graph erle­digt noch kei­ne Aufgabe

Eine Visua­li­sie­rung kann Zusam­men­hän­ge sicht­bar machen. Aber kann ich damit schon bes­ser arbei­ten? Die­se Fra­ge zieht sich durch den zwei­ten Teil unse­res Gesprächs. Nach dem Ein­stieg in Wis­sens­ma­nage­ment schau­en Robert J. Schier­mei­er und ich genau­er unter die Motor­hau­be der ValueMiner-Plattform.

Dabei geht es bald um etwas sehr All­täg­li­ches: Eine Auf­ga­be kommt nicht vor­an, weil eine Vor­aus­set­zung fehlt. Wie fin­de ich her­aus, wo es hakt? Und wor­an erken­ne ich, dass die Infor­ma­ti­on über die­se Vor­aus­set­zung noch stimmt?

Wenn die Grund­la­ge sich verändert

Wir spre­chen über Maschi­nen­da­ten, Kon­text und die Anpas­sung von Dar­stel­lun­gen. Ab Minu­te 7 fra­ge ich aus­drück­lich nach der Aktua­li­tät: Wie ver­hin­dern wir, dass ein alter Daten­stand zu einer fal­schen Inter­pre­ta­ti­on führt?

Im Gespräch unter­schei­den wir Kon­text­da­ten, Zustands­da­ten und Hand­lungs­da­ten. Für die prak­ti­sche Arbeit hilft die­se Tren­nung: Eine all­ge­mei­ne Regel, der heu­ti­ge Zustand eines Pro­jekts und eine erzeug­te Aus­wer­tung sind ver­schie­de­ne Arten von Infor­ma­ti­on. Sie brau­chen nicht die­sel­be Behandlung.

Eine Fra­ge an einen Assis­ten­ten übergeben

Ab Minu­te 10 geht es um die Über­ga­be einer Fra­ge an die Platt­form. Spä­ter ver­glei­chen wir die­se Über­ga­be mit der an eine mensch­li­che Per­son. Ich fin­de die­se Per­spek­ti­ve hilf­reich, weil sie die Erwar­tung an die Tech­nik kon­kret macht.

Was soll am Ende vor­lie­gen? Wel­che Infor­ma­tio­nen dür­fen ver­wen­det wer­den? Wer prüft das Ergeb­nis? Wenn die­se Fra­gen offen­blei­ben, wird auch aus einer tech­nisch funk­tio­nie­ren­den Ant­wort noch kein ver­läss­li­cher Arbeitsablauf.

Mar­ke­ting möch­te erzäh­len. Ent­wick­lung möch­te schützen.

Gegen Ende wird es bei den Zugriffs­rech­ten sehr kon­kret: Das Mar­ke­ting möch­te über Neu­ent­wick­lun­gen spre­chen, wäh­rend die Ent­wick­lungs­ab­tei­lung Infor­ma­tio­nen zurück­hal­ten muss. Wer darf was sehen, und wie ver­hin­dert man, dass ein Assis­tent die­se Gren­ze unbe­ab­sich­tigt verschiebt?

Es reicht nicht, ver­trau­li­che Datei­en in einen getrenn­ten Ord­ner zu legen und danach auf die rich­ti­ge Ant­wort zu hof­fen. Die Frei­ga­ben müs­sen beim Zugriff berück­sich­tigt wer­den. Ob ein Sys­tem das leis­tet, zeigt sich an der kon­kre­ten Kon­fi­gu­ra­ti­on und an nach­voll­zieh­ba­ren Tests.

Heu­ti­ger Pra­xis­be­zug: Nova und Atlas

Die Auf­nah­me wur­de am 26. Febru­ar 2025 ver­öf­fent­licht. Heu­te ord­nen wir sol­che Fra­gen bei Nova und Atlas ein: Nova als Zugang zum Unter­neh­mens­wis­sen, Atlas für die Dis­kus­si­on über Stra­te­gie, Zustän­dig­keit und Governance.

Das ist eine aktu­el­le redak­tio­nel­le Ver­bin­dung, kei­ne Aus­sa­ge dar­über, dass unse­re Pro­duk­te damals Gegen­stand des Inter­views waren. Eben­so wenig belegt das Gespräch eine bestimm­te Imple­men­tie­rung in Nova. Die Anfor­de­run­gen müs­sen für das jewei­li­ge Pro­jekt kon­kret beschrie­ben und geprüft werden.

Wel­che Auf­ga­be wür­det Ihr wirk­lich übergeben?

Ich wür­de die Fra­ge bewusst klein begin­nen: Wel­che wie­der­keh­ren­de Recher­che darf ein Assis­tent vor­be­rei­ten, und wo soll zwin­gend ein Mensch ent­schei­den? Dar­aus lässt sich ein prüf­ba­rer ers­ter Anwen­dungs­fall entwickeln.

Wel­che Infor­ma­ti­on wäre in Eurem All­tag beson­ders hilf­reich – vor­aus­ge­setzt, Ihr könnt ihre Quel­le, ihren Stand und die Zugriffs­be­rech­ti­gung nachvollziehen?

Kapi­tel der Originalfolge

Die Zeit­mar­ken stam­men aus den ver­öf­fent­lich­ten Episodenbeschreibungen.

  • 00:00 – Intro: Fol­ge 2/2, wir star­ten wei­ter ins Thema.
  • 00:44 – Ein Blick unter die Motor­hau­be der ValueM­i­ner Plattform.
  • 01:44 – Maschi­nen­da­ten im Kon­text: Graph-Daten, die live im Sys­tem reagieren.
  • 02:34 – Anpas­sung der Visua­li­sie­rung auch im Kon­text, z.B. Ver­än­de­rung von juris­ti­schen Grund­la­gen (z.B. Zoll-Regulation).
  • 04:10 – Eine schö­ne Visua­li­sie­rung allei­ne lässt die Mit­ar­bei­ten­den noch nicht gut damit arbei­ten. Was kann man in der Pra­xis mit der ValueM­i­ner Platt­form machen? Eisen­hower-Matrix, Time­lines (GANTT-Charts), etc.
  • 05:18 – Ein ent­schei­den­der Punkt: von der stra­te­gi­schen Ebe­ne bis zur ope­ra­ti­ven Ebene.
  • 06:31 – Von Bum­merln und Kan­ten: Kau­sal­ket­ten kön­nen strin­gent nach­voll­zo­gen wer­den. Vom Manage­ment-Ergeb­nis (z.B. Werks­öff­nung ist noch nicht mög­lich) bis zur kau­sa­len Ursa­che (es fehlt ein Tor zur Fertigstellung).
  • 07:23 – Wie wird sicher­ge­stellt, dass die Kau­sal­ket­ten auf Basis aktu­el­ler Daten gebil­det wer­den und mir nicht ver­al­te­te Daten einen fal­schen Zustand und damit eine inkor­rek­te Inter­pre­ta­ti­on liefern?
  • 08:12 – Drei Arten von Daten: Kon­text-Daten, aktu­el­le Zustands­da­ten, Hand­lungs-Daten wie z.B. KI-Aus­wer­tun­gen, Ver­gleich mit dem Zustand vor zwei Jah­ren, etc.
  • 10:15 – Eine neue Fra­ge­stel­lung: wie kann ich die­se statt an eine Per­son an die ValueM­i­ner Platt­form delegieren?
  • 11:34 – Über­ga­be der Fra­ge an den Assistenten.
  • 12:14 – Wor­über man mit Robert J. Schier­mei­er nicht strei­ten kann.
  • 15:09 – Was unter­schei­det die Über­ga­be an die ValueM­i­ner Platt­form von der Über­ga­be an eine mensch­li­che Person?
  • 18:02 – Wie funk­tio­niert die Inte­gra­ti­on von LLMs an der Stel­le? Wie wird die Orga­niza­tio­nal Gover­nan­ce beach­tet? Wie sper­re ich die KI von Doku­men­ten aus, wel­che rol­len­spe­zi­fisch nur für mensch­li­che Per­so­nen gedacht sind?
  • 21:38 – Rol­len­spe­zi­fi­sche Zugrif­fe noch ein­mal näher defi­niert, ganz kon­kret nach­ge­fragt. Mar­ke­ting will mit Neu­ent­wick­lun­gen trom­meln. R&D will die Ent­wick­lun­gen aber zurück­hal­ten. Wie ver­hin­dern wir Span­nun­gen im System?
  • 25:30 – Was möch­test Du unse­ren Zuhörer*innen mit­ge­ben, wenn sie sich um Orga­niza­tio­nal Gover­nan­ce küm­mern möchten?
  • 27:17 – Last Words und Con­clu­ding Remarks. 🔗

Wei­ter­le­sen

Professor Doktor Alexander Lutz

Autor

Prof. Dr. Alex­an­der Lutz, Pro­fes­sor für Big Data und KI an der FOM Mün­chen, Dok­tor der Human­ge­ne­tik und Anthro­po­lo­gie, ehe­ma­li­ger Online­spie­le-Desi­gner und natür­lich Grün­der und Inha­ber der Agen­tur Die NEOs. Neben den The­men der künst­li­chen Intel­li­genz und deren Ein­satz­mög­lich­kei­ten in der Pra­xis kon­zen­triert sich Alex­an­der auf die Kun­den­kom­mu­ni­ka­ti­on. Neue Pro­blem­fel­der oder tech­ni­sche Inno­va­tio­nen berei­tet er so auf, dass der Nut­zen für unse­re Kun­den deut­lich wird. Er schläft zeit­ver­ant­wort­lich und agiert schnell, sein Mot­to: »Tue es, oder tue es nicht. Es gibt kein Ver­su­chen.«