Goo­gles Spam-Update 2024: War­um gute Inhal­te ent­schei­dend bleiben

Staf­fel 2 · Fol­ge 13 · Ori­gi­nal­fol­ge: 22. Jan. 2025 · 12:15 Minuten

Exe­cu­ti­ve Summary

Was bleibt von einer Web­site, wenn man alles weg­denkt, was nur fürs Ran­king geschrie­ben wur­de? Fol­ge 13 von »digi­tal meets rea­li­ty« nimmt Goo­gles Spam-Update vom Dezem­ber 2024 zum Anlass, über Inhalts­qua­li­tät und den Umgang mit KI-Tex­ten zu spre­chen. Der Arti­kel beglei­tet die Auf­nah­me vom Janu­ar 2025. Die heu­ti­ge Ein­ord­nung trennt die Grund­sät­ze der Qua­li­täts­si­che­rung von Behaup­tun­gen über ein­zel­ne Rankingverluste.

Logo des Podcasts digital meets reality – Folge 13 zum Google-Spam-Update

Wenn eine Kur­ve fällt, ist die ers­te Fra­ge oft: Warum?

Ein Google-Update ist schnell als Erklä­rung gefun­den. Die schwie­ri­ge­re Arbeit beginnt danach: Hat sich die Sicht­bar­keit mei­ner Web­site tat­säch­lich ver­än­dert? Wel­che Sei­ten sind betrof­fen? Und passt der Zeit­raum über­haupt zu dem Ereig­nis, über das gera­de alle sprechen?

In Fol­ge 13 beschäf­ti­ge ich mich mit dem Spam-Update vom Dezem­ber 2024 und den Fra­gen, die dar­aus für Web­sites ent­ste­hen. Ich möch­te dabei nicht bei der Auf­re­gung ste­hen blei­ben. Wer Inhal­te ver­ant­wor­tet, braucht einen Weg vom beob­ach­te­ten Pro­blem zu einer nach­voll­zieh­ba­ren Entscheidung.

Der Anlass: ein Update, vie­le Fragen

Die Ori­gi­nal­fol­ge wur­de am 22. Janu­ar 2025 ver­öf­fent­licht. Ab Minu­te 1:18 geht es um das Dezem­ber-Update, danach um sei­ne Aus­wir­kun­gen und die Bedeu­tung für Web­site-Ver­ant­wort­li­che. Das ist der his­to­ri­sche Rah­men des Gesprächs.

Für eine kon­kre­te Web­site lie­fert die Fol­ge kei­ne nach­träg­li­che Dia­gno­se. Dafür bräuch­ten wir ihre Daten, den tech­ni­schen Zustand und die Ent­wick­lung der betrof­fe­nen Inhal­te. Ein zeit­li­ches Zusam­men­tref­fen allein beweist noch kei­nen Regel­ver­stoß. Die­se Unter­schei­dung ist mir auch im Rück­blick wichtig.

KI-Tex­te brau­chen eine redak­tio­nel­le Verantwortung

Ab Minu­te 7:12 geht es um die Qua­li­täts­si­che­rung bei KI-gene­rier­ten Inhal­ten. Die Fra­ge ist für mich sehr prak­tisch: Wer prüft die Aus­sa­gen? Woher kom­men die Bei­spie­le? Und hat jemand den Text mit den Augen eines Men­schen gele­sen, der damit ein Pro­blem lösen möchte?

Eine Sei­te kann flüs­sig for­mu­liert und trotz­dem aus­tausch­bar sein. Umge­kehrt muss ein hilf­rei­cher Text nicht jede denk­ba­re Neben­fra­ge abde­cken. Ich wür­de lie­ber eine kon­kre­te Fra­ge sau­ber beant­wor­ten, als noch drei Absät­ze anzu­hän­gen, die nur nach Voll­stän­dig­keit aussehen.

Heu­ti­ge Ein­ord­nung: Wofür wur­de die Sei­te gemacht?

Goo­gles Spam-Richt­li­ni­en beschrei­ben mas­sen­haft erzeug­te Inhal­te, deren Haupt­zweck die Mani­pu­la­ti­on von Such­ran­kings ist, als Miss­brauch. Dabei ist die Her­stel­lungs­me­tho­de nicht der allei­ni­ge Maß­stab. Aus der blo­ßen Nut­zung von KI folgt des­halb weder eine auto­ma­ti­sche Abstra­fung noch ein Qualitätsnachweis.

Für die redak­tio­nel­le Arbeit heißt das: Den Nut­zen der Sei­te prü­fen und die Ver­ant­wor­tung für ihre Aus­sa­gen über­neh­men. Die aktu­el­le Richt­li­nie ist unten ver­linkt. Sie ersetzt kei­nen Blick auf die eige­nen Inhal­te, hilft aber, die Dis­kus­si­on von pau­scha­len Ver­mu­tun­gen wegzuführen.

Was wür­de ich auf einer eige­nen Web­site zuerst ansehen?

Ich wür­de bei den Sei­ten begin­nen, deren Ver­än­de­rung tat­säch­lich belegt ist. Stim­men die Aus­sa­gen noch? Sind die Quel­len erreich­bar? Erkennt man eige­ne Erfah­rung oder bekommt man nur eine umfor­mu­lier­te Zusam­men­fas­sung von Bekann­tem? Danach lohnt sich der Blick auf Tech­nik und inter­ne Verlinkung.

Nicht jede älte­re Sei­te muss ver­schwin­den. Ein guter Ein­stieg, ein tref­fen­des Bei­spiel oder eine per­sön­li­che Beob­ach­tung kön­nen gera­de das sein, was einen Arti­kel lesens­wert macht. Wir haben das bei unse­ren eige­nen Über­ar­bei­tun­gen bewusst bei­be­hal­ten: fach­lich kor­ri­gie­ren, ohne dem Text sei­ne Stim­me zu nehmen.

Con­tent is (KI)ng – und jemand muss dahinterstehen

So heißt das Fazit­ka­pi­tel der Fol­ge ab Minu­te 11:15. Für mich steckt dar­in kein Frei­brief, mög­lichst viel zu erzeu­gen. Eher die Ein­la­dung, genau­er hin­zu­se­hen: Was ist neu? Was bringt es den Lese­rin­nen und Lesern?

Wenn Ihr einen älte­ren Arti­kel auf Eurer Web­site auf­schlagt: Wür­det Ihr ihn heu­te noch genau­so emp­feh­len? Falls nicht, liegt dar­in ein guter Aus­gangs­punkt für die nächs­te Über­ar­bei­tung. Beim stra­te­gi­schen Online­mar­ke­ting gehört die­se Arbeit am vor­han­de­nen Bestand aus­drück­lich dazu.

Kapi­tel der Originalfolge

Die Zeit­mar­ken stam­men aus der ver­öf­fent­lich­ten Episodenbeschreibung.

  • 00:23 – Intro
  • 01:18 – Das Spam-Update vom Dezem­ber 2024
  • 04:08 – Aus­wir­kun­gen des Updates
  • 06:15 – Bedeu­tung für Website-Verantwortliche
  • 07:12 – Qua­li­täts­si­che­rung bei KI-gene­rier­ten Inhalten
  • 08:51 – Was Web­site-Betrei­ber tun sollten
  • 11:15 – Fazit: Con­tent is (KI)ng!

Professor Doktor Alexander Lutz

Autor

Prof. Dr. Alex­an­der Lutz, Pro­fes­sor für Big Data und KI an der FOM Mün­chen, Dok­tor der Human­ge­ne­tik und Anthro­po­lo­gie, ehe­ma­li­ger Online­spie­le-Desi­gner und natür­lich Grün­der und Inha­ber der Agen­tur Die NEOs. Neben den The­men der künst­li­chen Intel­li­genz und deren Ein­satz­mög­lich­kei­ten in der Pra­xis kon­zen­triert sich Alex­an­der auf die Kun­den­kom­mu­ni­ka­ti­on. Neue Pro­blem­fel­der oder tech­ni­sche Inno­va­tio­nen berei­tet er so auf, dass der Nut­zen für unse­re Kun­den deut­lich wird. Er schläft zeit­ver­ant­wort­lich und agiert schnell, sein Mot­to: »Tue es, oder tue es nicht. Es gibt kein Ver­su­chen.«