NEOs Quan­tum Nova · Dokumentation

Embed­ding und Suchqualität

Damit NOVA die rich­ti­ge Text­stel­le fin­det, müs­sen Doku­men­te gut auf­be­rei­tet sein. Das Embed­ding-Modell ist ein Teil davon.

Die­se Anlei­tung erklärt die Schrit­te vom Doku­ment zum Such­tref­fer. Sie hilft Ihnen, die Ein­rich­tung zu prü­fen und Feh­ler ein­zu­gren­zen, wenn eine Ant­wort nicht zum hin­ter­leg­ten Wis­sen passt.

Was das Embed­ding übernimmt

Beim Vek­to­ri­sie­ren über­setzt ein Embed­ding-Modell Tex­te in Zah­len­fol­gen. Die­se Vek­to­ren machen die inhalt­li­che Nähe von Tex­ten ver­gleich­bar. Ver­wand­te Bedeu­tun­gen kön­nen so gefun­den wer­den, auch wenn ande­re Wör­ter ver­wen­det werden.

Ein Bau­markt­ka­ta­log als Beispiel

Akku­schrau­ber, Akku-Bohr­ham­mer, Akku-Stich­sä­ge und Akku-Nag­ler gehö­ren zu den Akku-Werk­zeu­gen. Dusch­kopf, Wasch­be­cken, Abfluss­sieb und Toi­let­te beschrei­ben die Bad­ein­rich­tung. Holz­die­len, Flie­sen, Lin­ole­um und Lami­nat gehö­ren zu den Bodenbelägen.

Stel­len Sie sich die­se Begrif­fe als Punk­te auf einer Kar­te vor: Begrif­fe mit ähn­li­cher Bedeu­tung lie­gen näher bei­ein­an­der. So wer­den Grup­pen erkenn­bar, obwohl die Wör­ter unter­schied­lich geschrie­ben sind.

Die­se Kar­te ist eine Ver­ein­fa­chung. Ech­te Embed­dings haben vie­le Dimen­sio­nen; die Lage hängt vom Modell und vom Text­zu­sam­men­hang ab. Flie­sen kön­nen bei­spiels­wei­se sowohl bei Boden­be­lä­gen als auch bei einer Bad­sa­nie­rung eine Rol­le spielen.

KI-generierte schematische Karte: Begriffe aus Akku-Werkzeugen, Badeinrichtung und Bodenbelägen bilden drei Nachbarschaften. Die Positionen illustrieren das Prinzip und sind keine berechneten Modellwerte.KI-generiert

Ver­wand­te Begrif­fe lie­gen im Bedeu­tungs­raum nah beieinander

Ver­wand­te Begrif­fe bil­den Nach­bar­schaf­ten im Bedeu­tungs­raum. Die Gra­fik ver­ein­facht die­ses Prin­zip auf zwei Dimensionen.

Den rich­ti­gen Inhalt fin­den, ohne sei­nen Namen zu kennen

Sie möch­ten Urlaub ein­rei­chen, ken­nen aber den Namen des For­mu­lars nicht. Statt nach »Urlaubs­an­trag« zu suchen, schrei­ben Sie:

»Wie kann ich eine Abwe­sen­heit beantragen?«

Die seman­ti­sche Suche kann dar­in den Bezug zu Urlaub und Frei­stel­lung erken­nen. Ein Doku­ment mit dem Titel »Urlaubs­an­trag« kann des­halb als pas­sen­der Tref­fer erschei­nen, obwohl Ihre Fra­ge die­ses Wort gar nicht ent­hält. Ent­schei­dend ist der Inhalt des Doku­ments, nicht nur sein Dateiname.

Sie müs­sen also nicht immer den exak­ten Doku­ment­na­men oder die­sel­be For­mu­lie­rung ver­wen­den. NOVA sucht auch nach inhalt­lich pas­sen­den Text­stel­len. »Abwe­sen­heit« kann aller­dings eben­so eine Dienst­rei­se oder eine ande­re Frei­stel­lung mei­nen. Je kon­kre­ter Ihre Fra­ge ist, des­to bes­ser lässt sich die Suche eingrenzen.

Vom Doku­ment zur Antwort

Beim Ein­le­sen gewinnt NOVA Text aus der Datei und teilt ihn in Abschnit­te. Das Embed­ding-Modell berech­net dafür Vek­to­ren. Der Such­in­dex hält sie zusam­men mit den Tex­ten und Meta­da­ten bereit.

Wenn Sie eine Fra­ge stel­len, wird auch die­se für den­sel­ben Such­raum auf­be­rei­tet. Die Suche ermit­telt pas­sen­de Abschnit­te aus dem frei­ge­ge­be­nen Wis­sen. Erst danach for­mu­liert das Chat­mo­dell dar­aus eine Ant­wort. Die­se Ver­bin­dung aus Suche und Ant­wort­ge­ne­rie­rung heißt RAG.

Eine ähn­li­che Bedeu­tung ist noch kein Beweis für einen rich­ti­gen Tref­fer. Die genann­te Quel­le zeigt Ihnen, ob tat­säch­lich der pas­sen­de Antrag oder die gesuch­te Regel gefun­den wurde.

Embed­ding und RAG im Überblick

Prozessgrafik zu Embedding und RAG: Dokumente werden ausgelesen, in Abschnitte geteilt und als Suchvektoren gespeichert. Eine eingebettete Frage findet passende Textstellen, aus denen das Chatmodell eine Antwort mit Quellen formuliert.
Beim Ein­le­sen ent­ste­hen Such­vek­to­ren. Bei einer Fra­ge wer­den pas­sen­de Text­stel­len gesucht und an das Chat­mo­dell über­ge­ben. Qwen Embed­ding ist hier als Bei­spiel dargestellt.

Mit les­ba­ren Doku­men­ten beginnen

Prü­fen Sie zuerst die Text­ge­win­nung. Bei einem gescann­ten PDF muss die Tex­terken­nung brauch­ba­re Inhal­te lie­fern. Wie­der­hol­te Kopf­zei­len, ver­tausch­te Spal­ten oder Tabel­len ohne ver­ständ­li­chen Zusam­men­hang kön­nen die Suche erschweren.

Ver­wen­den Sie mög­lichst ein­deu­ti­ge Datei­na­men und hal­ten Sie den Doku­ment­stand fest. Wenn alte und neue Fas­sun­gen gleich­zei­tig in einer Samm­lung lie­gen, soll­te klar sein, wel­che davon gilt.

KI-generierte Illustration: NOVA sitzt mit geschlossenen Augen und einer geöffneten Dokumentmappe in einem Ledersessel.KI-generiert

Doku­men­te für die Suche erschließen

Abschnit­te mit Zusam­men­hang bilden

Die Auf­tei­lung in Abschnit­te wird auch Chun­king genannt. Ein Abschnitt soll­te genü­gend Zusam­men­hang ent­hal­ten, um eine Fra­ge beant­wor­ten zu kön­nen. Zu klei­ne Aus­schnit­te ver­lie­ren leicht die Über­schrift oder eine wich­ti­ge Ein­schrän­kung. Sehr gro­ße Abschnit­te ent­hal­ten dage­gen oft viel, was zur Fra­ge nichts beiträgt.

Eine Über­lap­pung zwi­schen benach­bar­ten Abschnit­ten kann hel­fen, Infor­ma­tio­nen an einer Abschnitts­gren­ze zu erhal­ten. Stim­men Sie Grö­ße und Über­lap­pung anhand Ihrer Unter­la­gen ab.

Das maxi­ma­le Kon­text­fens­ter des Embed­ding-Modells ist eine Ober­gren­ze. Es ist kei­ne Emp­feh­lung, jeden Abschnitt bis zu die­ser Gren­ze zu füllen.

KI-generierte Illustration: Schulterblick auf NOVA im schwarzen Tanktop. Sie gliedert ein langes Dokument mit cyanfarbenen Registern und ordnet zusammengehörige Textabschnitte auf ihrem Schreibtisch.KI-generiert

Zusam­men­hän­gen­de Abschnit­te bewah­ren den Kontext

Die Illus­tra­ti­on zeigt das Prin­zip der Auf­tei­lung: Eine Über­schrift bleibt mit dem zuge­hö­ri­gen Absatz ver­bun­den. So gehen beim Vor­be­rei­ten für die Suche wich­ti­ge Zusam­men­hän­ge nicht verloren.

Die Ein­rich­tung abstimmen

Die­se Ein­stel­lun­gen betref­fen die Admi­nis­tra­ti­on. Wer NOVA im All­tag nutzt, muss dafür kein Embed­ding-Modell im Chat auswählen.

Der Embedder gehört zur Wis­sens­ver­ar­bei­tung. In der nor­ma­len Chat-Aus­wahl soll­te er nicht als Gesprächs­mo­dell ange­bo­ten werden.

End­punkt und Modell

Prü­fen Sie, wel­chen Embed­ding-End­punkt Ihre Instal­la­ti­on ver­wen­det und wel­che Modell­ken­nung die­ser erwar­tet. Die Ken­nung muss zum bereit­ge­stell­ten Modell pas­sen. Ein lokal ver­füg­ba­res Modell und ein exter­ner End­punkt kön­nen unter­schied­lich bezeich­net sein.

Sta­pel­grö­ße

Die Batch­grö­ße bestimmt, wie vie­le Ein­ga­ben gemein­sam ver­ar­bei­tet wer­den. Grö­ße­re Sta­pel kön­nen den Durch­satz ver­bes­sern, benö­ti­gen aber mehr Res­sour­cen. Begin­nen Sie mit einem klei­nen Test­be­stand und pas­sen Sie die Grö­ße an Spei­cher, Doku­ment­län­gen und die Gren­zen des End­punkts an.

War­ten Sie nach dem Upload auf den Abschluss der Ver­ar­bei­tung. Eine bereits ver­ge­be­ne Datei-ID bedeu­tet noch nicht, dass das Doku­ment durch­such­bar ist.

Ein Modell anhand der Auf­ga­be auswählen

Ver­glei­chen Sie Model­le mit Fra­gen aus Ihrem eige­nen Doku­ment­be­stand. Ent­schei­dend ist, ob die gesuch­ten Pas­sa­gen unter den Tref­fern auf­tau­chen und wie lan­ge Ein­le­sen und Suche dau­ern. Ein all­ge­mei­ner Bench­mark ersetzt die­sen Test nicht.

Ach­ten Sie auf die Spra­chen Ihrer Unter­la­gen und auf Fach­be­grif­fe. Bezie­hen Sie auch den benö­tig­ten Spei­cher und den vor­ge­se­he­nen Betriebs­ort in die Aus­wahl ein.

Embed­ding-Model­le im Vergleich

Unse­re Excel-Über­sicht stellt 15 Modell­va­ri­an­ten aus dem Doku­men­ta­ti­ons­pa­ket gegen­über. Sie fin­den dar­in Grö­ßen­an­ga­ben, Hin­wei­se zu Spra­chen und Ein­ga­be­län­gen sowie Beson­der­hei­ten für den Ein­satz. Die ver­link­ten Quel­len zei­gen, auf wel­che kon­kre­te Vari­an­te sich die Anga­ben beziehen.

Die Über­sicht hilft Ihnen, Kan­di­da­ten für einen Test mit Ihren eige­nen Doku­men­ten aus­zu­wäh­len. Sie ent­hält kei­ne pau­scha­le Rang­lis­te. Stand: 5. Okto­ber 2026.

Bei­spiel: Qwen Embedding

Für Ihren Ein­satz zählt, wie gut ein Embed­ding-Modell die Fra­gen und Fach­be­grif­fe Ihres Doku­ment­be­stands abbil­det. Prü­fen Sie bei der Ein­rich­tung auch die unter­stütz­te Ein­ga­be­län­ge und die Vek­tor­di­men­si­on des tat­säch­lich ein­ge­setz­ten Modells.

Ein grö­ße­res Modell ist kei­ne auto­ma­ti­sche Zusa­ge für bes­se­re Tref­fer in Ihrem Bestand. Ver­glei­chen Sie zunächst die Ergeb­nis­se bei glei­cher Doku­men­tauf­be­rei­tung. Ändern Sie anschlie­ßend ein­zel­ne Ein­stel­lun­gen gezielt, damit die Wir­kung erkenn­bar bleibt.

Die Suche nach­voll­zieh­bar prüfen

Wäh­len Sie Fra­gen, deren Ant­wort und Fund­stel­le Sie bereits ken­nen. Ergän­zen Sie eine Fra­ge, die sich aus den Unter­la­gen nicht beant­wor­ten lässt.

Hal­ten Sie bei jedem Durch­lauf den Doku­ment­stand, das Modell und die Ein­stel­lun­gen fest.

  1. Legen Sie für jede Test­fra­ge fest, wel­che Pas­sa­ge als Tref­fer erwar­tet wird.
  2. Stel­len Sie die Fra­ge mit der vor­ge­se­he­nen Wis­sens­samm­lung und einem Kon­to aus der spä­te­ren Benutzergruppe.
  3. Öff­nen Sie die gefun­de­nen Quel­len. Prü­fen Sie, ob die erwar­te­te Pas­sa­ge ent­hal­ten und ver­ständ­lich abge­grenzt ist.
  4. Ver­glei­chen Sie die for­mu­lier­te Ant­wort mit der Quel­le. Fehlt bereits der rich­ti­ge Tref­fer, unter­su­chen Sie die Suche. Ist der Tref­fer rich­tig, die Ant­wort aber falsch, prü­fen Sie den bereit­ge­stell­ten Kon­text und das Chatmodell.
  5. Wie­der­ho­len Sie den Test nach einer Ände­rung mit den­sel­ben Fra­gen. Notie­ren Sie auch neu ent­stan­de­ne Fehler.

Wenn Tref­fer fehlen

Kon­trol­lie­ren Sie, ob die Datei voll­stän­dig ver­ar­bei­tet wur­de, ob die rich­ti­ge Samm­lung aus­ge­wählt ist und ob das Test­kon­to dar­auf zugrei­fen darf. Prü­fen Sie danach den gewon­ne­nen Text und sei­ne Aufteilung.

Ent­hält der Text die gesuch­te Infor­ma­ti­on, tes­ten Sie die Fra­ge mit ande­ren For­mu­lie­run­gen. Wie­der­holt unpas­sen­de Tref­fer sind ein Anlass, Modell und Such­kon­fi­gu­ra­ti­on gemein­sam zu untersuchen.

Was bei einem Modell­wech­sel passiert

Ein Wech­sel des Chat­mo­dells erfor­dert nor­ma­ler­wei­se kei­ne neu­en Embed­dings. Die Suche kann den­sel­ben Wis­sens­be­stand weiterverwenden.

Beim Wech­sel des Embed­ding-Modells müs­sen Doku­men­te und Such­an­fra­gen wie­der im sel­ben Vek­tor­raum lie­gen. Pla­nen Sie dafür eine erneu­te Inde­xie­rung. Auch eine geän­der­te Abschnitts­auf­tei­lung muss im Index neu auf­ge­baut werden.

Erpro­ben Sie die Umstel­lung an einer sepa­ra­ten Test­samm­lung. Ver­glei­chen Sie die Tref­fer mit dem bis­he­ri­gen Stand, bevor Sie den pro­duk­ti­ven Bestand umstellen.

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